Schnelle Motorjachten
Für diejenigen, die schnell fahren wollen, beschränkte sich die Auswahl bisher auf Polyester/GFK, Composite oder Aluminium, d.h. auf leichtes und leicht zu formendes Material. Von Stahl weiß man, dass dieses Material viel zu schwer ist und sich kaum nach Wunsch formen lässt. Und das ist schade, denn mit einem nicht schnellfahrenden Stahlboot ist das Fahrgebiet sehr eingeschränkt. Hierzu kommt, daß man den Sicherheitsaspekt nicht unterschätzen sollte! Seit Jahrzehnten suchen Jachtarchitekten nach einer Möglichkeit, um der sogenannten Rumpfgeschwindigkeit ein Schnippchen zu schlagen (siehe unten!) und eine schnellfahrende Stahljacht zu entwickeln. Und dies am liebsten mit nicht zu extremer Motorisierung. Es wäre ein gewaltiger Durchbruch, national, aber vor allem auch international. Aber leider…..bisher scheint es noch Niemandem gelungen zu sein. Trotz vielversprechender Texte auf allerlei Websites: Wer hat bisher echt solch eine Jacht (schnell) fahren sehen?
Tryvia genießt international den Ruf, um außergewöhnliche Stahljachten zu bauen; außergewöhnlich in Formgebung, Materialgebrauch und Ausführung. Kein Wunder also, daß es eine Herausforderung war, um diesen guten Ruf wahr zu machen und einen Versuch zu unternehmen, um doch ein schnellfahrendes Boot aus Stahl zu bauen…..Denn - „ geht nicht“ wird bei Tryvia erst dann akzeptiert, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Zusammen mit dem angesehenen Jachtarchitekten Jan Visser aus Heeg wurden die Ideen von Tryvia ausgearbeitet. Ihm wurde die Aufgabe gestellt, um Funktionalität und Schönheit mit einander zu kombinieren.
Mitte Oktober war es dann so weit. Ein Kasko aus Stahl mit einem vollständig neuartigen Unterwasserschiff wurde in aller Verschwiegenheit „ohne unerwünschte Zaungäste“ an einen abgelegenen Ort transportiert. Zusätzliche Wassertanks sorgten für extra Gewicht. Der 250 PS starke STEYR diesel wurde zum Leben erweckt. Die Probefahrt begann. An Bord eines (GFK!) Begleitbootes legte eine Filmcrew alles fest. Sollte dieses Ereignis in die Geschichte eingehen?
Gejubel überstimmte den STEYR als das 12.5 mtr lange Schiff -in völligem Gleichgewicht- vorsichtig aus dem Wasser empor stieg und ohne Bugwelle, jedoch mit schäumendem Kielsog die ersten schnellen stählernen Kilometer mit gut 25 km/h hinter sich brachte. (siehe das „verschwommene“ Foto, aus großer Entfernung geschossen während der ersten geheimen Probefahrt)
Inzwischen wurde die „Tryvia Speed Technology“ durch Erlangung des Patentrechts weltweit geschützt. Das Boot wurde mit aller Macht fertig gestellt und prunkte zum 1. Mal im Februar auf der BOOT HOLLAND in Leeuwaarden.
Erwähnenswert ist auch, daß man mit der angewandten Technologie nicht speziell an Tryvia gebunden ist. Auch andere Formen sind gut möglich. Hiermit wird in der Zukunft experimentiert.
Dies bedeutet, daß das Fahrgebiet vieler „Kapitäne“ bedeutend größer und sicherer werden kann. Denn Tryvia hat probiert, gleich auch einige Schwachstellen von schnellfahrenden Polyester Jachten zu verbessern.
So garantiert der extra schwere Kiel hohen Fahrkomfort sowohl bei langsamem als auch bei schnellem Fahren. Vor allem Stabilität als auch Kurskonstanz sind besondere Pluspunkte, die den Mehrpreis von € 50000 für die schnellfahrende Version des Schiffes (statt der standard Ausführung) unangezweifelt rechtfertigen.
Auf der BOOT HOLLAND in Leeuwaarden , sowie auf der HISWA in Amsterdam wurde der Film der Probefahrt gezeigt, nach dem Vorbild des Rotterdammer Sprichwortes: „Keine Worte, sondern Taten…“